Schweizer AKWs bedrohen Havasupai-Indianer?
Kein anderer Fall indigener Völker betrifft die Schweiz direkter als der Kampf der Havasupai, der kleinsten indianischen Gemeinschaft in den USA, gegen die mächtige Atomlobby. Die hiesige Atomindustrie war über ein Joint Venture mit der US-Energiefirma Energy Fuels Nuclear (EFN) zu 40 Prozent an einem Uranabbauprojekt in Arizona beteiligt.
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Bergbauunternehmen melden Ansprüche auf Explorationsgenehmigungen auf Staatsland in der Nähe des Grand Canyon Nationalparks an und wollen Uran abbauen. Gegner warnen vor einer Verseuchung des Trinkwassers durch radioaktive Isotope. Minengesellschaften behaupten mit Unterstützung von Washington, es sei nichts zu befürchten.
Artikel und Porträts von Carletta Tilousi und Rex Tilousi als PDF
Update Grand Canyon von Sierra Club
„Wenn ihr bei euch das Licht anmacht, hört bei uns das Leben auf.“ (Tom LaBlanc, Sisseton-Dakota)
Uranabbau ist ein schmutziges Geschäft! Die Atom-Lobby argumentiert mit vielen Unwahrheiten – hier die wahren Zusammenhänge über die unheilvolle Kette des Atomstroms von der Urangewinnung bis zur weltweit ungelösten Entsorgung.
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Im Jahre 2004 wurden über 40'000 Tonnen Uran produziert; die beiden grössten Produzenten sind Kanada (29%) und Australien (22%). Cameco (=> AREVA) ist eine ursprünglich kanadische Firma und mit 8'000 Tonnen der weltgrösste Uranproduzent. In der Zukunft wird Australien noch wichtiger mit 28% der bekannten Reserven, gefolgt von Kasachstan mit 18%. 10 Staaten fördern 94 % der weltweiten Urangewinnung.
Als Uranabbau wird der Abbau von Uranerz aus der Erde bezeichnet. Er findet im grossen Stil in Australien (z. B. Ranger-Uran-Mine), Südafrika, Namibia, Russland, Kanada und den USA statt. Rund 70% der bekannten weltweiten Uranvorräte finden sich auf indigenem Land. Testbohrungen und Uranabbau bilden den Beginn der Uranwirtschaft. Über mehrere Verarbeitungsstufen (Aufbereitung zu Yellow Cake, dann chemische Umwandlung zu Uranhexafluorid und Uran-Anreicherung) entstehen Brennelemente für Kernkraftwerke.
Uranvorkommen existieren beinahe überall: In Böden, in Gestein, in Seen und Flüssen und im Meer. Doch oftmals ist die Konzentration der Vorkommen so klein, dass sich ein Abbau nicht lohnen würde.
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Atomkraftwerke wurden zu einer Zeit gebaut, als Rückbau noch Abbruch hiess und die Kosten dafür bestenfalls auf einen Drittel der Erstellungskosten veranschlagt wurden. Nunmehr geht man davon aus, dass ein AKW-Rückbau bis das Siebenfache der ursprünglichen Baukosten betragen kann. Im Vorfeld der Abstimmung im Jahr 2012 über die Zulassung für den Bau und den Betrieb neuer AKW in der Schweiz stellen sich deshalb die folgenden Fragen: Stimmen diese Annahmen noch? Was kommt da auf uns zu?
Faktenblatt "Rückbau von Atomkraftwerken" als PDF
Artikel "'tschuldigung, wie viel kostet der Rückbau eines Atomkraftwerks?" als PDF
„Wenn ihr bei euch das Licht anmacht, hört bei uns das Leben auf."
Tom LaBlanc, Sisseton-Dakota
Für die indianischen Ureinwohner Nordamerikas wie Tom LaBlanc ist die Ausbeutung der Bodenschätze in den letzten ihnen verbliebenen Wohngebieten die wohl stärkste Bedrohung ihrer physischen und kulturellen Existenz.
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Ausgangslage: Sei es beim Fernsehschauen, beim Staubsaugen oder beim Schreiben eines Briefes mit dem Computer - immer brauchen wir Strom. Ein Teil des Stromes, der in der Schweiz verbraucht wird, kommt aus Atomkraftwerken (ca. 38%).
Doch was viele nicht wissen: Unsere AKWs beziehen das benötigte Uran zu einem nicht unwesentlichen Prozentsatz von Nordamerika, Australien und Afrika. Dort wird das Uran meist auf dem unwirtlichen Land der Indigenen Menschen abgebaut. Nur gerade 5 Prozent des abgebauten Uranerzes kann für eine Weiterverwendung im AKW oder in der Atombombe benutzt werden. 95 Prozent bleiben als Abfall zurück. Die radioaktive Strahlung dieses Abfalls ist enorm. Betroffen davon sind die dort lebenden indigenen Bevölkerungsgruppen (z.B. Havasupai im Grand Canyon-Gebiet, Cree und Dene in Saskatchewan, Toureg in Niger etc.).
Die Folgen sind erschreckend: Die Fehlgeburtsrate und die Rate der Missbildungen ist bedeutend höher als im nationalen Durchschnitt. Bereits Hunderte von Indgenen starben nachweislich an den Folgen der Uranwirtschaft. Tausende sind invalid und schwerst krank. Bei den Navajo-Indianern im Südwesten der USA sind 500 - 600 Minenarbeiter, welche in den Urangruben zwischen 1950 und 1990 gearbeitet haben, an Lungenkrebs gestorben. Dies meist aufgrund der freigesetzen Radongase und mangelhafter ärztlicher Betreuung. (Quelle: D. Brugge, PHD, American Journal of Public Health, Sept. 02).
Das Ziel der AG Uran ist die Verminderung der radioaktiven Strahlung und deren Folgen bei indigenen Völkern in der ganzen Welt. Dies kann am besten durch die Stilllegung der Uranminen erreicht werden. Wir versuchen die schweizer Bevölkerung über die Folgen, dess Uranabbaus zu informieren und die Abstimmung im Jahr 2013 gegen neue AKW's zu gewinnen.
Seit dem Jahr 2007 sind wir Mitglied bei der Allianz Nein-zu-neuen-AKW und hoffen, damit eine breitere Bevölkerungsschicht in der Schweiz zu erreichen.
Spenden sind herzlich willkommen.
Spendenkonto: INCOMINDIOS Schweiz, Postfach, 8032 Zürich Raiffeisenbank Landquart; Kontonummer: 35879.02 Vermerk: Uran/Atomenergie
Sie können auch gerne bei uns einen Einzahlungsschein bestellen. Besten Dank!
Die AG Uran hat im letztem Jahr 2008 folgende Aufgaben umgesetzt:
Die Charta der Allianz Nein zu neuen AKW konnte mit dem Punkt Uranabbau und Menschenrechte ergänzt werden http://www.nein-zu-neuen-akw.ch/de/allianz/charta/ d.h. erfolgreiche Mitarbeiter bei der Allianz Nein zu neuen AKW
Teilnahme an diversen Demonstrationen gegen Atomkraftwerke wie in Benken oder Zürich.
Radio Interview im Radio Lora über den Uranabbau, zu hören unter > www.lora.ch/sendungen
Zwei neue Aktive Mitglieder gewonnen: Sofia und Roger (herzlich Willkommen).
Zurzeit ist die ganze Welt in Aufruhr wegen der Klimaerwärmung und natürlich sucht die Weltgemeinschaft nach Alternativen zur heutigen Situation. Von bürgerlichen Seite wird immer wieder die Kernenergie als CO2 freie Alternative eingebracht, da des Kernkraftwerk sozusagen keine CO2 Emissionen produziert. Diese Aussage ist eine totale Falschaussage (Lüge) und wird nur von den wenigsten Parteien oder NGO widersprochen.
Die Kette der Kernenergie lassen die Verantwortlichen immer unerwähnt. Kernenergie benötigt Uran und Uran muss immer in einem sehr energieintensivem Prozess abgebaut werden. Neben dem horrenden Energieverbrauch beim Abbau (Lastwagen, Transporte, Sortieranlagen etc.) ist auch eine massive Umweltverschmutzung damit verbunden. Die ganzen Rückstände sind in offenen Halden aufbewahrt und immer wieder kann es zu Lecks kommen und das Trinkwasser wird dabei verseucht.
Die meisten Uranabbaugebiete auf dieser Erde liegen auf „heiligem“ Land von indigenen Völker und auch das Personal der Minen ist oft Indigen. Dies mit allen Konsequenzen mit kürzerer Lebenserwartung und vielen Krebsfällen unter den indigenen.
Auch die Urananreicherung und der eigentliche Einsatz im Werk ist sehr CO2 Intensiv. Ein Kernkraftwerk benötigt eine Bauzeit von 5 – 8 Jahren und eine Investition von ca. 1 – 2 Milliarden Franken, dies alles ist reine Verbrennung von CO2.
Zu guter letzt ist auch das ungelöste Problem vom Atommüll energieintensiv und muss auch erst noch realisiert werden.Wenn man das alles Bedenkt, wird bei einem Kernkraftwerk ca. 80 gr. CO2 pro Kilowattstunde freigesetzt. Dies entspricht der doppelten Menge von Windenergie oder Wasserenergie und der halben Menge eines Gaskombikraftwerkes. Die höheren Gefahren und die vielen Krebsfälle sind aber in dieser Rechnung nicht mal integriert.
Junge Menschen aus der Gegend von Berlin, haben ein Film über die Auswirkung von Uranabbau gedreht.
Warum machen wir den Film?
Unsere Projektgruppe mischt sich in die aktuelle Debatte um einen klimafreundlichen Energiemix der Zukunft ein. Die Energiefrage ist gerade für junge Menschen von Bedeutung. Es ist unsere Generation, die die jetzigen energiepolitischen Entscheidungen ausbaden wird. Wir müssen uns einmischen können und wollen. Hierfür müssen wiraber erst einmal verstehen, um was es geht.
Die Bedürfnisse aller Länder und Menschen zu befriedigen und gleichzeitig gegen den Klimawandel vorzugehen - das sind anspruchsvolle Aufgaben für die jetzige und künftige Energiepolitik. Die Atomkraft wird in diesem Zusammenhang derzeit in vielen Industrie- und Schwellenländern als Lösung gesehen. Tatsächlich haben Atomkraftwerke einen CO₂-Ausstoß der gegen Null tendiert. Allerdings berücksichtigt diese Rechnung nicht die globale
CO₂-Bilanz sowie andere Risiken und Umweltschäden der Atomwirtschaft.
Unser Ziel ist es, die globalen Zusammenhänge der Atomkraft auf ihre Vor- und Nachteile hin abzuklopfen. Die Erstellung eines Filmes ist ein gutes Mittel, um die Ergebnisse, die wir in der Projektgruppe finden, an andere junge Menschen weiterzutragen.
Worum geht es in dem Film?
Sind Atomkraftwerke oder die “ungeliebten Klimaschützer”, wie es die Atomindustrie formuliert, die zukunftsträchtigste und klimafreundlichste aller Möglichkeiten? Muss Deutschland nun den „Ausstieg aus dem atomaren Ausstieg“ wagen? Müssen die 17 deutschen Atomkraftwerke nun doch länger laufen, wenn wir unsere CO₂-Spar-Ziele verwirklichen wollen?
Ist Frankreich mit knapp 80% Atomstrom auf dem richtigen Weg? Das Film-Projekt „Strahlendes Klima” schaut hinter die Kulissen dieser komplexen Themen. Dabei haben wir nicht für alles eine Antwort parat, sondern wollen Fragen stellen, die in der europäischen Medienlandschaft weitgehend ausgeblendet werden.
Welche Nutzen und welche Risiken bringt die Atomenergie für uns in Europa und für diejenigen Menschen, die an anderen Produktionsschritten der atomaren Kette leben? Was verbindet uns in Deutschland mit Menschen, die in Australien, im Niger, in Kasachstan oder Kanada leben? All diese Länder sind Exportländer von Uran. Daraus werden die Brennstäbe gefertigt, die in unseren Atomkraftwerken Energie liefern. Die Chancen und Risiken der Atomkraft können also nicht nur auf Grundlage einer nationalen CO₂-Bilanz bewertet werden.
Wenn wir uns eine umfassende Meinung über Atomkraft bilden wollen, müssen wir alle Prozesse betrachten, die vor, bei und nach der Gewinnung von Atomenergie ablaufen.
Unser Film stellt diese globale Verkettung von Zusammenhängen am Beispiel des Uranabbaus in Australien dar. Hier liegen weltweit die größten Uranvorkommen. Gleichzeitig ist der rote Kontinent Traumreiseland vieler junger Menschen. Doch die Backpacker, die dort in Scharen unterwegs sind, wissen meist nichts über die sozialen und ökologischen Risiken des
Uranabbaus.
Mit dem Film wollen wir nicht nur Anstöße zur eigenen Meinungsbildung über die globalen Folgen der Atomkraft geben sondern auch eine Plattform bieten, damit junge Menschen verstärkt über die Thematik reden. Die Hompage finden sie unter http://nukingtheclimate.com/film/