Arbeitsgruppe
Uran von INCOMINDIOS Schweiz
Strahlende
Geschäfte auf Indianerland
AREVAs
unermessliche Gier nach Uran
„Wenn
ihr bei euch das Licht anmacht,
hört bei uns das Leben
auf.“
(Tom
LaBlanc, Sisseton Dakota)
Rund
80 % des Uranerzes wird auf dem
Gebiet von Urvölkern abgebaut,
ohne deren Mitsprache und ohne
deren Beteiligung an den
Milliardengewinnen. Sie tragen
nur die Folgen: Die Böden und
Grundwasser sind verseucht, die
Krebsrate vervielfacht sich.
Die
weltweit grösste Nuklearfirma
AREVA (ehemals COGEMA) ist
zu Recht Preisträgerin des Public
Eye Global Award 2008: Denn
mit ihren Betriebsstätten in über
40 Ländern schaffte sie es wie
kein anderes Grossunternehmen,
die Schwäche der oft indigenen
Bevölkerung auszunützen und
mit dem Lockvogel neuer
Arbeitsplätze die ganze
„Urankette“ vom Uranabbau
bis zum Endlager in die Hand zu
bekommen – AREVA
macht’s möglich und kümmert
sich nicht um Menschen-rechte.
Beispiel
Kanada: Von etwa 1993 an
konnte beobachtet werden, wie
AREVAS Vorgängerfirma COGEMA sämtliche
kleineren Firmen aus
Uranminenprojekten herauskaufte
und sich selbst Beteiligungen
bei fast allen bedeutenden
Uranvorkommen verschaffte.
Inzwischen hat COGEMA/AREVA
zusammen mit CAMECO in allen
Bereichen der Brennstoffkette
ihre Hand drin.
Die
Uranmine McArthur River
in der kanadischen Provinz
Saskatchewan ist der
weltgrösste Produzent von Uran.
Die Eigentümer der Mine sind
die Unternehmen CAMECO (69,8%)
und AREVA/COGEMA (30,2%). In
diesem Uranbergwerk gab es vor
ca. 3 Jahren einen
Wassereinbruch, der vollkommen
„unvorhergesehen“ war
– d.h., Grundwasserströme,
die man hätte bemeken und
korrekt einschätzen müssen,
haben die Mine überflutet. Sie
konnte allerdings den Betrieb später
wieder aufnehmen.
AREVA/COGEMA
ist zudem mit 37,1% an der Cigar
Lake Mining Corp. (CLMC)
beteiligt. Cigar Lake, ebenfalls
in Saskatchewan, enthält das höchstgradige
Uran, nur sind auch da die
Sicherheitsvorkehrungen
mangelhaft: Vor 2 Jahren kam es
zu einem Wassereinbruch, der
nicht nur zum „Absaufen“ der
Mine führte, sondern auch
Bergarbeiter gefährdete. Selbst
die Betreiberfirma gibt zu, dass
die Mine auf Jahre hinaus nicht
mehr in Betrieb gehen kann. Aber
Bergarbeiter, die über
mangelhafte
Sicherheitsvorkehrungen in der
Öffentlichkeit sprachen, sind
mit Repressalien konfrontiert
(z.B. keine Wiederanstellung).
Die Betreiber melden, dass man
das Uranvorkommen von 150’000
Tonnen nicht aufgeben wolle.
Zur
Zeit ist auch Nunavut (das
vor wenigen Jahren der
Inuit(Eskimo)-Bevölkerung mit
einem Autonomiestatut überlassene
Gebiet im Nordwesten Kanadas)
Brennpunkt des Interesses von
Uranabbaufirmen. Im Baker
Lake-Gebiet befindet sich mit
den Lagerstätten Kiggavik, End
und Andrew Lake das grösste
Uranvorkommen Kanadas. AREVA ist
mit dabei und untersucht die
Produktionsmöglichkeiten der
Kiggavik-Sissons-Lagerstätte,
die auf etwa 65'000 Tonnen U308
geschätzt wird.
Die
Folgen für die Menschen in
Uranabbaugebieten
Die
Altlasten des Uranabbaus sind
bis heute nicht beseitigt: Immer
noch türmen sich riesige, Regen
und Wind ausgesetzte Halden von
Aushub auf, und die
weggeschwemmten und
weggeblasenen radioaktiven
Partikel verseuchen Wasser und
Luft. Da für die
Weiterverarbeitung des Uranerzes
aggressive Chemikalien verwendet
werden müssen, werden die Gewässer
und Böden der Region zusätzlich
mit Rückständen von Schwefelsäure,
Quecksilber, Arsen usw.
kontaminiert. In den
Untertag-Minen war und ist eine
bezüglich Radioaktivität
unbedenkliche Durchlüftung
nicht immer gegeben. Viele
indianische Arbeiter erkrankten
darum an Lungenkrebs und Leukämie.
Sehr oft wurde ihnen als Lohn
Baumaterial aus Uranminen zum
Bau von Häusern zur Verfügung
gestellt. Ganze Familien atmeten
jahrelang radioaktive Luft aus
den Wohnräumen ein. Heute
agieren die Betreiberfirmen zwar
etwas vorsichtiger. Die Probleme
für Natur und Mensch bleiben
aber bestehen.
Denn
Grundwasser und Böden sind
radioaktiv verseucht. Noch heute
ist die Krebsrate in den
betroffenen Indianergebieten um
ein Vielfaches höher als in
anderen Regionen von Kanada und
den USA. Praktisch jede Familie
beklagt Todesfälle und
Missgeburten. Das Sterben geht
weiter. Die gesundheitliche Lage
in den indianischen Reservaten
der Uranabbaugebiete entspricht
so dem «Dritte-Welt-Standard».
Betroffen sind unter anderen die
Cree- und Navaho-Wohngebiete in
Kanada bzw. in den USA.
Fazit:
AREVA „verdient“
letztlich die Auszeichnung nicht
nur wegen des
menschenverachtenden Geschäftsgebarens
in Niger, sondern weil sie seit
über 30 Jahren WELTWEIT ökologisch
und sozial bis menschenrechtlich
katastrophale Folgen zu
verantworten hat. Die
Informationen auf der AREVA-
Website (publikumswirksam in
Animationen präsentiert) stehen
in krassem Gegensatz zur Realität
in den Uranabbaugebieten.
AREVA
ist nicht nur für die
beschriebenen Folgen des
Uranabbaus verantwortlich,
sondern auch für den hohen
CO2-Ausstoss, der durch die
Abbau- und Verarbeitungsprozesse
sowie durch die diversen
Transporte anfällt und zur
Klimaerwärmung beiträgt.
AREVA
monoplisiert weiter: Im Juli
2007 hat sie für 2,5 Milliarden
US-Dollar UraMin übernommen,
einen kanadischen Uran-Anbieter,
der auf afrikanische Projekte
konzentriert ist.
Beteiligungen
von AREVA an Uranbergwerken:
www.wise-uranium.org/uccog
In
Kanada:
(100%) AREVA Resources Canada (ehemals COGEMA
Resources Inc.)
(50%) UEM
Inc. (einige der folgenden Anteile werden teilweise
durch UEM gehalten)
(100%) Cluff
Lake (Saskatchewan)
(70%) McClean
(Saskatchewan)
(69.16%) Midwest
(Saskatchewan)
(37.1%) Cigar
Lake (Saskatchewan)
(23.086%) Dawn
Lake deposit (Saskatchewan)
(30.195%) McArthur River (Saskatchewan)
(16.667%) Key
Lake (Saskatchewan)
(51%) Shea
Creek (Saskatchewan)
(51%) Douglas, Erica, Alexandra, Laurie, Mirror River
Nikita and Uchrich Properties (Saskatchewan)
(28%) Millennium
zone (Cree Extension) Property (Saskatchewan)
(49%) Virgin
River Property, Saskatchewan
(16%?) Baker
Lake (Nunavut)
In
den USA:
(100%) AREVA NC Inc. (ehemals COGEMA Inc.)
(100%) COGEMA Resources USA
(100%) PMC - Pathfinder Mines Corporation (USA)
(100%) COMIN - COGEMA Minerals
(71%) Christensen
Ranch (MALCO Wyoming)
(71%) El
Mesquite (MALCO Texas)

Demonstrationsberichterstattung
Wir seien
lese ich mit Interesse
kaum mehr gewesen
als bei einem wenig attraktiven
Fussballspiel
und hätten somit
mit dem Volk
nicht viel zu tun.
Tja, was soll man da noch sagen?
Eines höchstens:
sollte jemals
einem Kernkraftwerk
ein Eigengoal passieren
dann würde dies
ein wirklich gut besuchter Anlass
endlich etwas
für das ganze Volk
und nicht nur die paar tausend Leute
die gerade das verhindern möchten.
Franz Hohler
©
Pro Litteris

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