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Aktionen  

25. November 2007: Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Stopp dem Femizid weltweit!
An dem von der UNO im Dezember 1999 ausgerufenen Jahrestag gedenkt die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF) zusammen mit der Menschenrechtsorganisation INCOMINDIOS Schweiz der Hunderten von (indigenen) Frauen, die weltweit pro Jahr verschwinden und tot aufgefunden werden, ohne dass je ein Täter zur Verantwortung gezogen würde.

Das Jahr 2006 stand im Zeichen der über 500 Frauen indianischer Herkunft, die in den letzten 25Jahren in Kanada verschwunden und ermordet worden sind. Dieses Jahr erinnern Frauen-, Indianerunterstützungs- und Menschenrechtsorganisationen an die (indigenen) Frauen, die in Mittel- und Südamerika leben und staatlicher wie auch nicht-staatlicher Gewalt ausgesetzt sind. Das weltweit grassierende Phänomen wird auch mit "Femizid" umschrieben, einem Begriff des Feminismus für die staatlich geduldete Tötung von Frauen, oft aufgrund ihrer untergeordneten Rolle in der Gesellschaft. Dieses systematische Morden entsteht durch das ideologische und soziale Umfeld der Frauen, die der alltäglichen Gewalt und rechtsfreien Räumen ausgesetzt sind. 

Lateinamerikas Frauen leben gefährlich. 
Seit Beginn des neuen Millenniums sind in Guatemala, dem mittelamerikanischen Staat, der so lange unter einem brutalen Bürgerkrieg litt, 2300 Frauen ermordet worden - und ganze 17 Fälle sind seither geklärt worden, die mit einem Schuld- oder Freispruch geendet haben, weil man die Verfolgung der Täter als irrelevant betrachtete, da deren Opfer ja nur "Nobodies" gewesen seien. Während des jahrzehntelangen Bürgerkriegs war die staatlich unterstützte Gewalt allgegenwärtig, und Vergewaltigung war eine häufig eingesetzte Kriegswaffe gegen Frauen. Heute arbeiten viele der verantwortlichen Täter für die Polizei oder private Sicherheitskräfte und sind nie zur Rechenschaft gezogen worden. In Guatemala allein sind seit 2001 über 2000 Frauen und Mädchen ermordet worden - die Fälle sind bis zum heutigen Tag ungelöst geblieben. Zwar hat die guatemaltekische Regierung 2006 ein nationales Institut für forensische Wissenschaft gegründet, aber der Kongress des Landes hat das INACIF weder mit einem Budget noch mit Personal dotiert, trotz grosszügiger Anschubfinanzierung der USA. 

Frauenmorde sind auch ein bekanntes Phänomen in Mexiko, Kolumbien, Peru und Bolivien
Allein in den Jahren 2003 und 2004
sind 373 ungelöste Fälle von Frauenmorden in Bolivien registriert worden, 143 in Peru im Jahre 2003. In Kolumbien wird schätzungsweise alle 6 Tage eine Frau von ihrem Ehemann oder Ex-Mann umgebracht. In Mexiko hat die Stadt Ciudad Juarez im Bundesstaat Chihuahua dem Phänomen der Frauenmorde den Namen gegeben, denn gemäss Medien und anderen Quellen mussten seit 1993 ca. 400 Frauen ihr Leben lassen ca. 600 sind verschwunden - unter sogenannt "ungeklärten Umständen". Man versuchte so die politisch aktiven Frauen, die in dieser wirtschaftlich wichtigen Grenzstadt einen demokratischen Neuanfang anstrebten, wieder auf die alten Machtverhältnisse einzuschwenken, indem sie sich auf die eigene Verteidigung konzentrieren müssen und keine Kraft für politische Analysen haben. Auch in Asien sterben alljährlich unzählige Frauen infolge der sogenannten "Ehrenmorde". 

¡NI UNA MUERTE MAS! 
Überall in Mittel- und Südamerika haben sich Frauen zusammengeschlossen und mit dem Aufruf "keine einzige Tote mehr!" zu Aktionen gegen die Gewalt an Frauen und gegen die allgegenwärtige Straflosigkeit des Systems aufgerufen. WILPF und INCOMINDIOS Schweiz sind am Samstag, 24. November 07 von 10.00 bis 17.00 Uhr an der Bahnhofstrasse Zürich bei der Pestalozziwiese mit Informationen und Handwerk aus indianischen Kooperativen Amerikas präsent und freuen sich auf viele Besuche.

Informationen: 
Christa Luginbühl mail@incomindios.ch
Helena Nyberg 079 339 97 86.

Am 17. Dezember 1999 ernannte die UN-Generalversammlung den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen. Sie rief Regierungen, internationale Organisationen und NGOs auf, an diesem Tag die Öffentlichkeit mit gezielten Aktionen auf das Thema "Gewalt gegen Frauen" zu sensibilisieren. Aktivistinnen haben diesen Tag schon seit 1981 begangen, und das Datum stammt von einer wahren Begebenheit:: 1960 wurden in der Dominikanischen Republik die drei politisch aktiven Mirabal-Schwestern auf Befehl des Diktators Rafael Trujillo brutal ermordet.

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Vorstoss von INCOMINDIOS: Lobby-Papier für ein indigenes Expertengremium beim Menschenrechtsrat der UNO

Weil die Stellung der Indigenen beim Menschenrechtsrat weiterhin gefährdet ist, hat INCOMINDIOS ein Lobby-Papier ausgearbeitet, das für die Schaffung eines indigenen Expertengremiums (Indigenous Expert Body – IEB) wirbt. Ein IEB kann folgendermassen zur Arbeit des Menschenrechtsrates beitragen:

-  Umsetzung von Ergebnissen der thematischen Recherchen und von Länderberichten des Sonderberichterstatters für indigene Angelegenheiten

-  Expertenwissen im Bereich indigene Menschenrechte dem Menschenrechtsrat zur Verfügung stellen, damit die Mitgliedstaaten Massnahmen zur Verbesserung derer Menschenrechtslage ergreifen können.

-  Sicherstellung indigener Vertretung und Mitwirkung im Menschenrechtsrat

-  Mainstreaming indigener Menschenrechte im Menschenrechtsrat und in der UNO

-  Automatische Beurteilung indigener Menschenrechte bei der Bewertung des Universal Periodic Reviews (UPR) der Staaten

Das Lobby-Papier (PDF, 83KB) soll nun den Mitgliedsstaaten vor der nächsten Sitzung des Menschenrechtsrat zur Kenntnis gebracht werden. (NB)

Das Märchen von der CO2 freien Kernenergie

Zurzeit ist die ganze Welt in Aufruhr wegen der Klimaerwärmung und natürlich sucht die Weltgemeinschaft nach Alternativen zur heutigen Situation.

Von bürgerlichen Seite wird immer wieder die Kernenergie als CO2 freie Alternative eingebracht, da das Kernkraftwerk sozusagen keine CO2 Emissionen produziert. Diese Aussage ist nicht richtig und leider wird nur von den wenigsten Parteien oder NGO widersprochen.

Die Kette der Kernenergie lassen die Verantwortlichen immer unerwähnt.

Kernenergie benötigt Uran und Uran muss immer in einem sehr energieintensivem Prozess abgebaut werden. Neben dem horrenden Energieverbrauch beim Abbau (Lastwagen, Transporte, Sortieranlagen etc.) ist auch eine massive Umweltverschmutzung damit verbunden. Die ganzen Rückstände werden in offenen Halden aufbewahrt. Immer wieder kommt es zu Lecks und das Trinkwasser wird dadurch verseucht. Die meisten Uranabbaugebiete auf dieser Erde liegen auf "heiligem" Land von indigenen Völker und auch das Personal der Minen ist oft Indigen. Dies mit allen Konsequenzen: kürzere Lebenserwartung, viele Krebsfällen unter den indigenen etc.

Auch die Urananreicherung und der eigentliche Einsatz im Werk ist sehr CO2 Intensiv. Ein Kernkraftwerk benötigt eine Bauzeit von 5 - 8 Jahren und eine Investition von ca. 1 - 2 Milliarden Franken, dies alles ist reine Verbrennung von CO2.

Zu guter letzt ist auch das ungelöste Problem vom Atommüll energieintensiv. Eine Lösung muss erst noch gefunden werden.

Wenn man das alles Bedenkt, wird bei einem Kernkraftwerk ca. 80 gr. CO2 pro Kilowattstunde freigesetzt. Dies entspricht der doppelten Menge von Windenergie oder Wasserenergie und der halben Menge eines Gaskombikraftwerkes. Die höheren Gefahren und die vielen Krebsfälle sind in dieser Rechnung nicht mal integriert.

Weitere Informationen zum Thema:

AG Uran
Peter Sager 
Lättenweg 11 
8914 Aeugst am Albis 
0447617608

Neue Onlinepetition für Leonard Peltier

Eine neue Online Petition zhd. des Untersuchungsausschusses über Terrorismus, Technologie und innere Sicherheit des Senats ist aufgeschaltet: Es geht um die Forderung nach herausgabe der restlichen FBI-Dolumente zum Fall Peltier.

www.petitiononline.com/comerade

 

   
A petition to the governement of Canada on the investigation of unsolved cases of missig/murdered first nations women of this country.

 

http://www.petitiononline.com/tsalagi1/  

(online Petition von Missing Native Women)

http://www.missingnativewomen.ca/

(weitere Informationen zur Organisation Missing Native Women)

 

Wissen Sie von einer unterstützenswerten Aktion, die ich hier erwähnen sollte?
Bitte schicken Sie mir doch ein E-Mail mit
einem kurzen Einführungstext und einem link auf weitere Hintergründe.
Johannes

Update vom: 23.01.2008


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Stopp der erneuten Zwangsumsiedlung von Navaho-Familien auf Black Mesa und der weiteren Zerstörung ihres Landes!
Protestieren Sie mit dem Online-Formular auf www.stoppeabody.org
Diese Website haben die gemeinsam sich wehrenden Organisationen eingerichtet. In der Mitte findet Ihr alle notwendigen Informationen kurz zusammengefasst und in der linken Spalte den Text CLICK HERE FOR OUR ONLINE FORM LETTER! Es können auch noch nach Ablauf des Termins vom 6.2.07 Briefe verschickt werden.

 

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Archiv der Aktionen:
 

 
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Den Western Shoshone droht die «Zwangsentschädigung»
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